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netFIELD Cloud 4.1 stärkt Cybersicherheit, Datensouveränität und Flottenmanagement für Linux-basierte industrielle Steuerungen

Hattersheim, 19. Mai 2026 – Hilscher hat netFIELD Cloud 4.1 veröffentlicht, die neueste Version seiner Plattform für Industrial IoT (IIoT)-Gerätemanagement und IT/OT-Integration. Das Update konzentriert sich auf drei zentrale Anforderungen, die die industrielle Automatisierung derzeit maßgeblich prägen: Cybersicherheit, souveräner Betrieb von Infrastrukturen und die zentrale Verwaltung heterogener Maschinenflotten.

Mit netFIELD Cloud 4.1 erweitert Hilscher die Remote-Management-Funktionen über Edge-Gateways hinaus auf Linux-basierte Steuerungen und Industrie-PCs (IPCs). Gleichzeitig führt die Plattform erweiterte Sicherheitsmechanismen wie eine verpflichtende Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) und ein zentrales Logging ein. Darüber hinaus ermöglicht die neue Bereitstellungsoption netFIELD Private Cloud den vollständigen Betrieb der Plattform auf eigener Infrastruktur oder in einer Cloud-Umgebung nach Wahl des Kunden, beispielsweise STACKIT Cloud von Schwarz Digits oder Microsoft Azure.

Die neue Version adressiert die steigenden Marktanforderungen infolge des Cyber Resilience Act (CRA), der NIS-2-Richtlinie sowie verschärfter Anforderungen an den sicheren und souveränen Betrieb industrieller Infrastrukturen.

New netFIELD Cloud Features in this release at a glance

Cybersecurity & Compliance

  • Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) wird für alle Nutzer verpflichtend 
  • Zentrales Logging über die gesamte Maschinenflotte hinweg 
  • Unterstützt Anforderungen zur CRA- und NIS-2-Compliance 
  • Reduziert das Risiko unbefugter Zugriffe und beschleunigt die Analyse von Vorfällen 

Datensouveränität & flexible Bereitstellung

  • Betrieb von netFIELD Cloud lokal oder in einer Private Cloud 
  • Volle Kontrolle über Maschinendaten und Sicherheitsrichtlinien 
  • Unabhängige Wahl des Cloud-Anbieters 

Fleet Management & Remote Service

  • Verbesserte Unterstützung für die Verwaltung nativer Linux-basierter Steuerungen und weiterer IPCs 
  • Remote-Rollout von Konfigurationen, Zugangsdaten und Zertifikaten 
  • Reduzierter Betriebsaufwand bei heterogenen Maschinenflotten
A man in a black suit stands beneath a robot arm. He is indoors in a bright environment with large windows. He is wearing glasses.

Cybersicherheit ist längst kein isoliertes IT-Thema mehr. Sie wirkt sich direkt auf Maschinenverfügbarkeit, Serviceeffizienz und Produktverantwortung über den gesamten Lebenszyklus aus. Mit netFIELD Cloud 4.1 unterstützen wir unsere Kunden dabei, ihre Cybersicherheit zu stärken und gleichzeitig operative Simplizität sowie die volle Kontrolle über ihre Infrastruktur zu behalten.

Dr. Marek Meyer

Product Manager IIoT Solutions
Hilscher

Eine Plattform für die gesamte Maschinenflotte

Industrielle Maschinenflotten werden zunehmend komplexer. In vielen Produktionsumgebungen werden Edge-Gateways, IPCs, HMIs und Steuerungen mit unterschiedlichen Betriebssystemen wie Microsoft Windows oder Linux über separate Werkzeuge und Infrastrukturen verwaltet. netFIELD Cloud 4.1 führt diese Systeme auf einer zentralen Plattform zusammen.

Eine neue Kernfunktion ist das Add-on IPC Manager. Basierend auf Ansible-Playbooks ermöglicht es die automatisierte Ausführung von Wartungs- und Verwaltungsaufgaben auf nativen Linux-Systemen aus der Ferne. Anwender verwalten damit nicht nur Docker-basierte Edge-Anwendungen zentral, sondern auch Linux-basierte Maschinensteuerungen und Industrie-PCs.

Für Maschinenbauer und Anlagenbetreiber reduziert das die betriebliche Komplexität deutlich. Sicherheitspatches, Konfigurationsänderungen und Wartungsaufgaben lassen sich jetzt remote über komplette Maschinenflotten hinweg ausrollen – ohne Serviceeinsätze vor Ort.

Neu hinzugekommen ist außerdem File Provisioning. Mit dieser Funktion lassen sich Konfigurationsdateien, Zugangsdaten und weitere Daten zentral entweder auf einzelne Geräte oder auf komplette Maschinenflotten verteilen. Gerätespezifische Konfigurationen werden dadurch von Software-Containern getrennt. Das vereinfacht die Skalierung und reduziert Konfigurationsfehler während der Bereitstellung.

Cybersecurity by Design für CRA- und NIS-2-Anforderungen

Cybersicherheit steht im Mittelpunkt von netFIELD Cloud 4.1. Hilscher hat die neue Version gezielt entwickelt, um Kunden bei der Vorbereitung auf regulatorische Anforderungen wie den Cyber Resilience Act (CRA) und NIS-2 zu unterstützen.

Die Zwei-Faktor-Authentifizierung wird jetzt für alle Benutzerkonten verpflichtend durchgesetzt – ohne optionale Umgehungsmöglichkeiten. Unterstützt werden gängige Authenticator-Apps. Dadurch entfallen Sicherheitsrisiken durch reine Passwortanmeldungen und der Zugriffsschutz für vernetzte Maschinenflotten wird deutlich erhöht.

Darüber hinaus führt die Plattform eine zentrale Sammlung von Systemprotokollen für alle verwalteten Edge-Geräte ein. Maschinenlogs werden in der netFIELD Cloud aggregiert und bleiben auch dann durchsuchbar, wenn Geräte vorübergehend offline sind. Serviceteams erhalten dadurch direkten Remote-Zugriff auf Diagnosedaten, ohne physisch auf die Maschinen zugreifen zu müssen.

Das beschleunigt die Ursachenanalyse nach Ausfällen erheblich, reduziert Reiseaufwände für Servicetechniker und unterstützt nachvollziehbare Cybersicherheitsprozesse gemäß moderner Compliance-Anforderungen.

Volle Datensouveränität mit netFIELD Private Cloud

Eine der strategisch wichtigsten Neuerungen in Version 4.1 ist die Einführung der netFIELD Private Cloud. Die Software lässt sich nun vollständig auf kundeneigener Infrastruktur, in privaten Cloud-Umgebungen oder bei einem Cloud-Anbieter nach Wahl des Kunden betreiben.

Dadurch erhalten Industrieunternehmen die volle Souveränität über Maschinendaten, Benutzerverwaltung und Sicherheitskonzepte. Das Bereitstellungsmodell ist insbesondere für Branchen mit strengen Compliance-Anforderungen oder Vorgaben relevant, die den Einsatz hyperscalerbasierter Cloud-Infrastrukturen ausschließen.

Das Private-Deployment-Modell ermöglicht zudem Remote-Service-Funktionen vollständig über die kundeneigene Infrastruktur – ohne externe Proxy-Dienste oder komplexe VPN-Strukturen.

Für Kunden aus kritischen Branchen wie Energie, Pharma, Fertigung oder Verteidigung schafft dies eine zukunftssichere Grundlage für sichere und regelkonforme Remote-Access-Architekturen.

Strategische Partnerschaft mit STACKIT stärkt europäische Cloud-Souveränität

Im Rahmen seiner umfassenden Souveränitätsstrategie hat Hilscher kürzlich eine Partnerschaft mit STACKIT von Schwarz Digits bekannt gegeben. Durch diese Zusammenarbeit erhalten netFIELD-Kunden Zugang zu einer vollständig europäischen Cloud-Infrastruktur, die nach EU-Regularien und Datenschutzstandards betrieben wird.

Die Partnerschaft verbindet die Industrial-IoT- und Remote-Service-Funktionen von netFIELD mit einer Cloud-Umgebung, die speziell auf europäische Compliance- und Souveränitätsanforderungen ausgelegt ist.

Dadurch können Kunden sichere Remote-Service- und Flottenmanagement-Lösungen implementieren und gleichzeitig Anforderungen an eine EU-basierte Datenverarbeitung im Rahmen von CRA und NIS-2 erfüllen.

Infrastruktur für digitale Services und skalierbaren Remote-Support

Mit Version 4.1 positioniert Hilscher netFIELD Cloud weiter als Infrastruktur-Backbone für digitale Service-Geschäftsmodelle in der industriellen Automatisierung.

Remote-Diagnosen, zentrales Patch-Management, flächendeckendes Ausrollen von Konfigurationen sowie skalierbares Gerätemanagement reduzieren Stillstandszeiten und vereinfachen Serviceprozesse über weltweit verteilte Maschinenflotten hinweg.

Gleichzeitig schafft die Plattform die technische Grundlage für zukünftige digitale Services auf Basis vernetzter industrieller Infrastrukturen.

Kunden starten mit kleinen Installationen und skalieren ihre Lösung schrittweise auf größere Flotten – ohne die zugrunde liegende Architektur verändern zu müssen.

Weiterführende Links

Hattersheim, 15. April 2026 – Gemeinsame Initiative verbindet industrielle OT Konnektivität und Edge Device Management (netFIELD) mit einer europäischen, zertifizierten Cloud Infrastruktur (STACKIT Cloud von Schwarz Digits) – für sichere Updates, Datenhoheit und neue digitale Industrie Services „made in Europe“.

Nehmen Sie am Xentara Connection Day 2026 teil und erleben Sie die Zukunft der softwaredefinierten Automatisierung. Freuen Sie sich auf inspirierende Vorträge, Live-Tech-Demos und wertvolles Networking mit Branchenexperten.

Wann:
1. Juli 2026, 11:00 – 16:00 Uhr CEST

Wo:
München, Deutschland

[Translate to Deutschland:] A photo of the male and female customer support phone operator with different internationality

Customer Center / Sales: Hilscher Gesellschaft für Systemautomation mbH

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