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Factory-X vereinfacht den Einstieg in Datenräume auf dem industriellen Shopfloor

Hattersheim, 1. Juli 2026 – Mit dem Ende der Konsortialphase zum 30. Juni 2026 hat Factory-X aus Sicht von Hilscher gezeigt, dass unternehmensübergreifende Datenräume in der Industrie praktisch umsetzbar sind. Für viele Unternehmen galt der Einstieg in Datenräume für den sicheren und standardisierten Datenaustausch lange als zu komplex. Factory-X hat diese Hürde Schritt für Schritt kleiner gemacht.

Zu Beginn des Projekts stand die deutsche Industrie an einem schwierigen Punkt. Viele Digitalisierungstechnologien waren verfügbar. Auch erste Umsetzungsbeispiele lagen vor. Was fehlte, waren Skaleneffekte, gemeinsame Standards und belastbare Vertrauensmechanismen über Unternehmensgrenzen hinweg. Gerade außerhalb der Automobilindustrie fehlten oft starke Impulsgeber für eine breite Zusammenarbeit. Datenräume wirkten deshalb für viele Unternehmen wie ein Innovationskliff.

Genau an dieser Stelle setzte Factory-X an. Das Projekt schuf technische und organisatorische Grundlagen für einen offenen, föderativen Datenraum in der Fertigung. Ein zentrales Ergebnis in dieser Hinsicht ist das MX-Port-Konzept, welches den Zugang zu Datenräumen deutlich greifbarer macht und deren Integration in industrielle Anwendungen vereinfacht.
 

Verwaltungsschale und Use Cases bringen das Thema auf den Shopfloor

Ein weiterer Fortschritt war die durchgängige Akzeptanz der Verwaltungsschale als gemeinsame Sprache der Industrie. Sie schafft eine einheitliche Grundlage für den Austausch von Informationen zwischen Unternehmen, Systemen und Komponenten. Damit wurde ein wichtiger Baustein für interoperable Datenräume in der Praxis gestärkt.
Hinzu kommen elf Use Cases, die im Projekt spezifiziert, prototypisch umgesetzt und validiert wurden. Sie zeigen, dass Datenräume nicht nur in strategischen Konzepten funktionieren. Sie stiften konkreten Nutzen in realen industriellen Abläufen. Genau das ist für Hilscher entscheidend. Datenräume entfalten ihren Wert erst dann, wenn sie auf dem Shopfloor ankommen, Prozesse vereinfachen und neue digitale Services ermöglichen.

Projektergebnis fließt bei Hilscher direkt in die Produktentwicklung

Hilscher hat sich im Rahmen von Factory-X mit mehreren eigenen Use Cases eingebracht. Im Mittelpunkt stand dabei der Use Case „Information Update and Change Service“. 

Diesen Use Case hat Hilscher mit einem eigens entwickelten Demo-Koffer begleitet. Unter Mithilfe der MX-Port-Konfiguration „Leo“ können Projektpartner Software-Versionen auf verschiedenen Demo-Geräten herstellerübergreifen ausrollen. So können Unternehmen einen ersten Einblick in herstellerübergreifendes Device Management zur Erfüllung von Cybersecurity-Anforderungen in der Praxis gewinnen.

Bei Hilscher werden die Ergebnisse aus dem „Information Update and Change Service“ Use Case nach Projektende aktiv genutzt. Sie fließen in eine kommende Erweiterung der IIoT-Plattform netFIELD ein, dem Shopfloor Device Manager. Damit ermöglicht Hilscher Anwendern eine umfassende Verwaltung von industriellen Geräten auf dem Shopfloor samt Konfiguration, Monitoring, Vulnerability und Update Management.

Information Update and Change Service im Überblick:

Two boxes encircled by two half circles with arrows at the opposite ends.

Standardisierte Bereitstellung und Übernahme von Produktinformationen im gesamten Lebenszyklus

A stylized bell icon.

Transparenz über den aktuellen Zustand der Betriebsmittel dank standardisierter Erkennung

An icon of a gear in black.

Effiziente Software-Updates über die Vielfalt der in der Fabrik verbauten Betriebsmittel

Device Managment, wie im Rahmen des „Information Update and Change Services“, vorgestellt, ist die einzige wirtschaftliche Option, die Anforderungen des Cyber Resilience Acts oder auch der NIS2-Richtlinie zu erfüllen.

Christian Tepper

Chief Sales Officer & Chief Marketing Officer (CSO & CMO)
Hilscher Gesellschaft für Systemautomation mbH

Von der Projektphase in die Umsetzung

Mit dem Abschluss der Konsortialphase endet Factory-X nicht. Aus Sicht von Hilscher beginnt jetzt der entscheidende Abschnitt. Die erarbeiteten Konzepte, Schnittstellen und Technologien müssen in reale Anwendungen überführt und im industriellen Alltag skaliert werden. 

Factory-X hat außerdem wichtige Grundlagen für die Weiterentwicklung der Plattform Industrie 4.0 in Richtung Industrial AI geliefert. Ziel sind robuste, nachvollziehbare und zuverlässige KI-Anwendungen entlang industrieller Wertschöpfungsketten. Vor diesem Hintergrund sind Datenräume von enormer Bedeutung. Denn sie können darüber entscheiden, ob Industrial AI erfolgreich firmenübergreifend genutzt werden kann.

Portraitaufnahme eines Mitarbeiters

Wenn das geschieht, werden Datenräume zu einem zentralen Enabler der vielleicht größten industriellen Umwälzung, die die meisten von uns erleben werden.

Andreas Graf Gatterburg

Principal Technology Consultant
Hilscher Gesellschaft für Systemautomation mbH

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