Industriekommunikation von morgen: Same old, same old?
Industriekommunikation von morgen: Same old, same old?
Wer heute neue Geräte, Maschinen oder Automatisierungslösungen entwickelt, steht vor einer zentralen Frage. Wie schaffen wir eine Kommunikationsbasis, die mit wachsenden Anforderungen Schritt hält – ohne jedes Mal bei null zu beginnen?
Thomas Rauch
Chief Technology Officer (CTO) bei Hilscher
Drei Treiber, die Anforderungen neu definieren
Bandbreite und Echtzeit müssen zusammen funktionieren
Leistungsfähige Bildverarbeitungssysteme, immer mehr Sensorik und Datenpunkte für KI-Anwendungen – das führt zu deutlich höheren Datenmengen in industriellen Netzwerken. Gleichzeitig bleiben deterministische Abläufe und Echtzeit-Anforderungen unverzichtbar.
Die Konsequenz: In modernen Architekturen reicht es nicht mehr, entweder „schnell“ oder „echtzeitfähig“ zu sein. Zukunftsfähig ist, wer Bandbreite und Deterministik gemeinsam denkt – über die gesamte Kommunikation hinweg.
Security und Regulierung werden zum Marktfaktor
Cybersecurity ist nicht länger ein „nice to have“. Security-Anforderungen aus Normen, Audits und neuen gesetzlichen Rahmenbedingungen müssen ab der Produktidee mit gedacht werden und über Produktentwicklung und Vermarktung bis zur Außerbetriebnahme implementiert werden. Updatefähigkeit, Patch-Prozesse und ein belastbares Sicherheitskonzept werden zu messbaren Kriterien – auch in Beschaffungs- und Abnahmeprozessen.
Das verändert Prioritäten: Security ist kein nachträglicher Härtungs-Workshop kurz vor dem Rollout, sondern Teil der Systemarchitektur.
Plattformdenken statt Variantenchaos
Gerätehersteller und Maschinenbauer agieren global. Unterschiedliche Märkte und Ökosysteme bringen oft unterschiedliche Kommunikationsanforderungen mit sich. Wenn jede Variante als Einzellösung entsteht, steigen Aufwand und Risiko: mehr Validierung, mehr Test, mehr Support, mehr Ersatzteil- und Lifecycle-Komplexität.
Plattformansätze mit klaren und einheitlichen Schnittstellen und planbarer Erweiterbarkeit durch unterschiedliche Formfaktoren werden damit zum praktischen Weg, Komplexität zu reduzieren.
Was das für Hersteller, Integratoren und Betreiber bedeutet
„Die eigentliche Herausforderung ist die Gleichzeitigkeit: eine komplexe Protokollvielfalt, höhere Performance, strengere Security-Anforderungen und lange Lebenszyklen – bei konstantem Druck auf Entwicklungszeiten“, zieht Hilscher-CTO Rauch Fazit.
Für Hersteller bedeutet das: Kommunikationsentscheidungen wirken direkt auf Time-to-market und die Kosten über den gesamten Produktlebenszyklus. Für Integratoren und Betreiber heißt es: Resilienz, Wartbarkeit und Updateprozesse werden betriebsrelevant. Wer Kommunikation als Systemfaktor behandelt, kann Risiken früher kontrollieren – statt später teuer nachzurüsten.
Die nächste Technologieplattform nimmt Form an
Genau an dieser Schnittstelle aus Performance, Flexibilität und Security arbeitet Hilscher an der nächsten Generation seiner Kommunikationstechnologie.
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Customer Center / Sales: Hilscher Gesellschaft für Systemautomation mbH
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